Qualitätssicherung bei mobilen Brechanlagen
Qualitätssicherung von Baurestmassen über mobile Brechanlagen
 
Es ist immer häufiger der Fall, dass Baurestmassen nicht in einem genehmigten Zwischenlager aufgearbeitet werden, sondern dass diese unmittelbar auf der Baustelle verarbeitet und wiederverwertet werden. Aus diesem Grund hat die ARGE QS-Baurestmassen gemeinsam mit den Behörden die Anwendung von Qualitätssicherungssystemen im Falle von mobilen Brechanlagen an Hand von 3 Beispielen exemplarisch dargestellt. Allen  3 Beispielen ist gemeinsam, dass derjenige, der den Brecher zur Verfügung stellt, ein genehmigtes Zwischenlager betreibt  und über ein Qualitätssicherungssystem verfügt. Grundsätzlich empfiehlt es sich bei Fallbeispiel 1 und 2 einen Feststellungsbescheid durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde zu beantragen.
 
Fallbeispiel 1:
Ein Objekt wird abgebrochen und die daraus hergestellten Recyclingbaustoffe werden unmittelbar in derselben Baustelle wiederverwertet. In diesem Fall sind alle im Qualitätssicherungssystem des Brecherbetreibers angeführten Maßnahmen für die Eingangskontrolle, Produktion, Lagerung sowie Verwendung einzuhalten. Bilanztechnisch werden die Mengen über die Massenbilanz Input und Output des eigenen genehmigten Zwischenlagers (des Brecherbetreibers) geführt. Damit ist sichergestellt, dass diese Mengen bei der Festlegung der Anzahl an Fremdüberwachungen berücksichtigt  werden. Die Verwendung des Recyclingbaustoffes hat natürlich entsprechend den Vorgaben des Altlastensanierungsabgabengesetzes zu erfolgen.
 
Fallbeispiel 2:
Die Baurestmassen werden auf der Baustelle bei der sie anfallen gebrochen und werden dann an eine andere Baustelle verbracht und dort wiederverwertet. In diesem Fall ist gleich vorzugehen wie im Fallbeispiel 1.
 
Fallbeispiel 3:
Es handelt es sich um ein genehmigtes Zwischenlager, allerdings hat der Betreiber des Zwischenlagers kein Qualitätssicherungssystem. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass die zwischengelagerten Baurestmassen aus mehreren Baustellen stammen. Aus diesem Grund ist großes Augenmerk auf die Eingangskontrolle des Betreibers des Zwischenlagers zu legen. Sollte die Eingangskontrolle nachweislich so gehandhabt und auch dokumentiert worden sein, wie das im Qualitätssicherungssicherungssystem des Brecherbetreibers verlangt wird, so ist genauso vorzugehen wie bei Fallbeispiel 1. Sollte jedoch die Eingangskontrolle bei diesem Zwischenlager nicht entsprechend den Vorgaben des Qualitätssicherungssystems des Brecherbetreibers durchgeführt worden sein, so ist durch eine Umweltanalyse der zwischengelagerten Baurestmassen sicherzustellen, dass diese für eine Verwertung geeignet sind. Im Falle des Nachweises der Eignung der Baurestmassen ist wiederum genauso vorzugehen wie im 1. Fallbeispiel erwähnt. Sollten dieser Nachweis nicht gelingen sind die zwischengelagerten Baurestmassen nach den Bestimmungen der DVO zu entsorgen!
 
Bei all den genannten Fallbeispielen ist gegenüber der Behörde eine Dokumentation zu erstellen, die die ARGE QS-Baurestmassen als so genannte Baustellenevaluierung anbietet. Im Rahmen dieser Baustellenevaluierung kann auch die Anwendung entsprechend dem Altlastensanierungsabgabengesetz überprüft werden, womit auch der Nachweis der beitragsfreien Anwendung erbracht werden kann. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich vor allem für Abbruchunternehmer, die nicht ständig aus Baurestmassen Recyclingbaustoffe herstellen, sowie für Betreiber von Zwischenlagern mit einem jährlichen In- und Output bis ca. 3000 Jahrestonnen.
 
Sollten Sie nähere Fragen zu diesem Thema haben, so stehen Ihnen unsere Techniker, Herr Ing. Bernhard Weiskopf (Tel. 0699/10890784) oder Herr Mag. (FH) Claudio Hauser (Tel. 0699/10682269) gerne zur Verfügung.
 
VwGH Urteil
Mit der Entscheidung vom ...

Qualitätssicherung von Baurestmassen über mobile Brechanlagen
Es ist immer häufiger der Fall ...